Online vs. Offline Dating
Offline-Dating vs. Online-Dating? Stehen die beiden Arten der Partnersuche miteinander im Konflikt? 🤔
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Um das zu klären, erst einmal eine kurze Definition ⬇️
Was ist Online- & Offline-Dating?
🚴🏻♀️🚴 Offline-Dating:
Einen Partner im "echten Leben" kennenlernen, z.B. über Freunde, auf Partys, im Studium, auf der Arbeit, beim Sport, im Supermarkt, im Urlaub, auf der Straße, ...
📱🤳 Online-Dating:
Einen Partner über Dating-Apps, online Partnervermittlungen oder Social Media kennenlernen.
Früher gab es keine Dating-Apps und es hat trotzdem geklappt. 😀
👉 In der 1990ern begann Online-Dating langsam populärer zu werden.
👉 Seit 2012 gibt es die berühmte Dating-App "Tinder".
👉 Mittlerweile haben Dating-Apps das Stigma verloren, dass es darüber nur im "lockere" Affären geht: 42% aller Deutschen glauben, dass man im Internet die große Liebe finden kann.
👫 Natürlich gibt es immer noch die Möglichkeit, im "echten Leben" Menschen kennenzulernen. Online-Dating ergänzt also die Möglichkeiten, Menschen zu treffen.
Viele Singles nutzen vorwiegend Dating Apps für die Partnersuche. Eine der beliebtesten Apps in Deutschland ist immer noch Tinder, gefolgt von Bumble. Die seit 2022 existierende App Hinge wird mittlerweile auch immer beliebter.
😩 Nichtsdestotrotz kann Online-Dating sehr ermüdend und frustrierend sein. Als ich Single war, hatte ich damit unterschiedliche Phasen: Wenn ich mal ein schlechtes Date hatte oder sich länger nichts ergeben hat, löschte ich die Apps alle wieder.
💪 Wenn ich dann mit Freundinnen geredet habe, die gerade total glücklich jemanden daten, hatte ich wieder neue Motivation und installierte sie wieder. Meist waren es mehrere Apps parallel - ich wollte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass da jemand Gutes dabei ist.
Warum nutzen so viele Menschen Online-Dating, um einen Partner zu finden?
Vorteile von Online-Dating
1. 👨⚖️🦸♂️🎅 Es gibt bei den meisten Dating-Apps viele Nutzer und somit eine große Auswahl an potenziellen Partnern.
2. 💂♂️ Mithilfe von Online-Dating triffst du auch Menschen außerhalb deines eigenen sozialen Kreises & aus anderen Regionen oder Städten, denen du im Alltag vielleicht nie begegnet wärst.
⏱ 3. Es ist effizient - du kannst es einfach nebenbei auf der Couch machen und das jederzeit, denn die Apps sind 24/7 verfügbar.
⏳ 4. Im Datingprofil kann man ggf. viel über den anderen lesen und was ihr beide sucht - das kann Zeit sparen. Denn so kannst du gleich diejenigen aussortieren, die keine Beziehung wollen, sondern nur "Spaß" - es denn natürlich, du willst das auch. 😏
😯 5. Damit zusammenhängend ist auch, dass online oft direkter kommuniziert wird, was man sucht (und nicht erst nach dem 3. Date).
👦 6. Es ist relativ sicher, dass die Menschen, die man über eine Dating-App kennenlernt, auch Single und an Dates interessiert sind. Im Gegensatz dazu, wenn du einfach eine fremde Person auf einer Party oder im Supermarkt ansprichst.
⏰ 7. Du hast die Möglichkeit, dich vor einem richtigen Date über Schreiben oder Telefonieren kennenzulernen - das kann Zeit sparen, da unpassende Partner schnell aussortiert werden können.
🏃 8. Viele Menschen trauen sich online schneller, den 1. Schritt zu machen. Die Hürde ist geringer, als jemanden "im richtigen Leben" anzusprechen.
Dennoch gibt es natürlich auch viele negative Punkte beim Online-Dating:
Nachteile von Online-Dating
1. 💁🏻♀️ Die Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten ist sehr abhängig vom Aussehen & die Art, wie jemand schreibt - auch wenn manche Dating Apps versuchen, mehr die inneren Werte in den Vordergrund zu rücken.
2. 😫 Das ganze Schreiben, Dates vereinbaren, Kandidaten evaluieren, mit Enttäuschungen umgehen etc. kann sehr anstrengend sein und birgt ein hohes Frustrationspotenzial.
3. 🤥 Es passiert nicht selten, dass Menschen bzgl. ihres Alters, Gewichts, ihrer Größe oder ihrem Beziehungsstatus lügen.
4. 😟 Beim Schreiben macht man sich meist ein bestimmtes Bild von der anderen Person - wenn es sehr von abweicht von der Realität, kann es enttäuschend sein, wenn man sich dann im echten Leben trifft.
5. 😰 Man hört immer wieder von "Dating Scams" oder "Fake Profilen". Letztendlich weiß man nicht genau, wer da am anderen Ende mit einem schreibt. Somit ist die Sicherheit von Online-Dating durchaus fragwürdig.
6. 🤩 Auf Dating-Apps zu swipen hat ein hohes Suchtpotenzial: Jedes Match löst positive Gefühle aus (es sei denn du denkst dir dann "ouh, warum hab ich DEN denn geliked?!" 😅) und ist letztendlich eine Bestätigung, dass du gut ankommst. So kann es das eigene Selbstwertgefühl kurzzeitig steigern. Manche Menschen nutzen es allein dafür ohne die Absicht, wirklich jemanden offline zu treffen.
7. 👨🏻🦰 Viele Singles schränken die Suchkriterien bzgl. Alter, Größe etc. sehr stark ein und verpassen dann ggf. etwas. Vielleicht gibt es ja doch außerhalb von 27 bis 31 Jahren jemanden, der zu dir passt. Oder einen Mann, der kleiner ist als du, bei dem du dich aber trotzdem total geborgen fühlst.
8. 🧑🏻🦱👨🏽🦱 Es gibt viel und vielleicht auch ZU viel Auswahl. Denn so ist es schwierig, sich auf jemanden festzulegen: es könnte ja immer noch jemand besseres kommen.
Das nennt man auch FOMO (= fear of missing out). Die Angst, etwas zu verpassen. Denn ein "ja" zu einer Person ist (in den meisten Fällen) auch ein "nein" zu anderen potenziellen Kandidaten.
Meine Erfahrung mit Online-Dating
Als ich Single war, habe ich in meinem Online-Dating-Profil sehr klar geschrieben, dass ich eine Beziehung suche und nicht der Typ für One-Night-Stands bin. Deshalb hatte ich im Vergleich zu anderen Frauen, die nicht geschrieben haben, was sie wollen, zwar weniger Matches. Es waren aber alles Männer, die sich generell auch eine Beziehung wünschen.
Ich hatte auch viele nette Dates - man hat sich gut unterhalten, aber der Funke ist irgendwie nie übergesprungen. Deshalb habe ich den Männern immer nach einem oder, wenn ich mich gezwungen habe, ihnen noch eine Chance zu geben, zwei oder drei Dates abgesagt.
👉 Bewusst dachte ich, dass es halt noch nicht der Richtige war und ich einfach weiter suchen muss. Unterbewusst hatte ich aber die ganze Zeit Angst, mich richtig auf jemanden einzulassen, mich zu öffnen und jemandem WIRKLICH eine Chance zu geben. Denn dann könnte ich ja verletzt, enttäuscht oder verlassen werden.
Vorteile von Offline-Dating
1. 👯♀️ Man hat ggf. gemeinsame FreundInnen, sodass die Wahrscheinlichkeit höher sein kann, dass es passt.
2. 😍 Du merkst schneller, ob ihr euch gut versteht und es passen könnte.
3. 🤔 Du merkst gleich, wie derjenige aussieht, auftritt, sich bewegt, riecht und wie die Stimme klingt.
Beim Online-Dating gibt es da manchmal böse Überraschungen, oder du bist enttäuscht, weil du dir ein anderes Bild von demjenigen gemacht hast.
🤩 4. Manche Menschen sind nicht so fotogen, aber haben eine tolle Ausstrahlung, wenn man sie im "richtigen Leben" trifft. So gibst du vllt. jemandem eine Chance, den du online gleich aussortiert hättest.
🧍♀️🧍 5. Man kann den anderen erstmal freundschaftlich kennenlernen, wenn er schon im Freundes- /Bekanntenkreis ist. So besteht weniger Druck als direkt ein Date zu haben.
Dennoch birgt auch Offline-Dating "im richtigen Leben" einige Nachteile, weswegen doch oft zu Online-Dating übergegangen wird:
Nachteile Offline-Dating
🤔 1. Du weißt, wenn du z.B. jemand Fremden ansprichst, meist nicht, ob ...
... die andere Person auch Single ist und
... auch "mehr" von dir wollen würde.
📍 2. Die potenziellen PartnerInnen sind beschränkt auf den bestehenden sozialen Kreis oder eben die Orte, die man im Alltag besucht (was in Zeiten von Homeoffice sehr wenige sein können).
😳 3. Es erfordert einiges an Mut, jemand Fremden anzusprechen oder jemanden persönlich um ein Date zu bitten.
🕰 4. Es ist kann zeitintensiver als online Dating sein, denn man muss ja extra rausgehen, um jemanden kennenzulernen. (Es sei denn, du verliebst dich in deinen Mitbewohner oder den Pizzaboten. 😉)
Meine Erfahrung mit
Offline-Dating
Den größten Teil meiner Zeit als Single habe ich ausschließlich offline gedatet. Ich habe Männer auf Partys, beim Reisen in Hostels, übers Studium, über FreundInnen oder über meine WG kennengelernt.
Das war meist eine natürliche und entspannte Art des Kennenlernens. Oft war man erst sowas wie Freunde, und dann hat sich mehr entwickelt (oder auch nicht).
Meist habe ich auf den ersten Blick gar nicht gedacht, dass das ein potenzieller Partner sein könnte, bis wir uns näher kennengelernt hatten. Das war aber nur möglich, weil es erstmal freundschaftlich war, vielleicht in einer Gruppe mit anderen Leuten.
Wenn ich gleich nach einem Date gefragt worden wäre, hätte ich wahrscheinlich "nein" gesagt. Andererseits ist man ab einem bestimmten Punkt vielleicht auch schon zu gut befreundet, sodass man sich nicht traut, den nächsten Schritt zu machen aus Angst, die Freundschaft zu zerstören.
Jedenfalls finde ich es eine schöne Art, einen Partner zu finden. Es hilft natürlich, wenn man viel unterwegs ist und öfter mal neue Menschen kennenlernt. Im Studium oder beim Reisen ergibt sich das vielleicht automatisch öfter, als wenn man normal arbeitet und immer etwas mit den gleichen FreundInnen unternimmt.
Aber selbst wenn man denkt, da geht gar nichts, gibt es Möglichkeiten:
2020 als Corona-Lockdown war, wurde ich vor meinem Büro am Fahrradständer nach dem Weg gefragt. Wir redeten nur kurz und verabschiedeten uns nach ein paar Minuten, ohne Kontaktdaten auszutauschen.
Ein paar Tage später bekam ich bei LinkedIn eine Nachricht von ihm. Er hatte scheinbar einen Zettel mit seiner Nummer an einem Fahrrad befestigt, von dem er dachte, es wäre meins (war es aber nicht). Die Besitzerin hat ihm geschrieben, dass er da wohl das falsche Fahrrad erwischt hat. 😀
Da ich ihm gesagt hatte, wo ich arbeite, hat er mich dann bei LinkedIn gefunden und wir vereinbarten bald darauf ein Date. Zu der Zeit war ich wirklich nur zuhause und auf der Arbeit, wo ich auch niemanden traf.
Also, es gibt immer Möglichkeiten. 😀
Bist du schon länger Single und auf der Suche nach einem Partner oder einer Partnerin?
👉 Lass uns gemeinsam schauen, wie ich dir im Einzelcoaching helfen kann.
Ich bin übrigens Erika, hauptberufliche Single- und Beziehungscoachin.
Ich helfe Frauen dabei, sich mit Liebe, Mut und Leichtigkeit auf den Weg in eine erfüllte Beziehung zu machen.